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Selber machen spart Geld!
Zur Zeit unserer Großeltern war es üblich sich mit den lebensnotwendigen Dingen zum großen Teil selbst zu versorgen.
Ein großer Hausgarten lieferte Kartoffeln und Gemüse, man hielt sich ein paar Hühner, Kaninchen, oder gar ein
Schwein oder eine Ziege. Manch einer hatte sogar noch ein Stück Ackerland auf dem man für den Eigenbedarf Getreide
anbauen ließ. Was man an Kleidern nicht selbst herstellte, Haushaltsartikel, Brot und sonstige Kleinigkeiten mußte
man wohl oder übel kaufen. Selbst in einer Stadt war teilweise Selbstversorgung durch Schrebergärten oder Hausgärten
möglich. Vieles wurde selbst gemacht oder selbst repariert. Was man nicht alleine konnte wurde in Nachbarschaftshilfe
geleistet. Es gab Dörfer und Siedlungen die weitgehend in Eigenleistung und durch gegenseitige Hilfe entstanden sind.
Die Verdienste waren damals sehr viel geringer. Arbeit gab es als Handwerker, Erntehelfer und in den ersten Fabriken.
Die Löhne hätten nie gereicht die heutigen Ausgaben einer durchschnittlichen Familie zu decken. Man war darauf angewiesen
den Großteil des lebensnotwendigen Bedarfs selbst herzustellen, vom eigenen Haus, über Kleidung, bis hin zu Nahrungsmitteln.
Wer dazu nicht in der Lage war, wie etwa viele Stadtbewohner, die keinen eigenen Garten besaßen, lebten oft in
bitterster Armut.
Der Lebesstil ist heute grundsätzlich anders. Selbst wer die Möglichkeit hätte, wird nicht mehr eine Selbstversorgung
anstreben. Die meisten Leute haben garnicht die Zeit dafür. Man hat sich daran gewöhnt, das Gemüse zu kaufen. Orangen aus dem
fernen Süden sind beliebter als der Apfel aus dem heimischen Garten. Aber ist das auch wirklich lohnend?
Auch wenn Sie keinen Garten haben, in dem Sie das eigene Gemüse anbauen, gilt es über den jetzigen Lebensstil nachzudenken.
Manches ist geradezu paradox. In vielen Familien gehen beide Partner arbeiten. Um einen Job wahrzunehmen, der nur wenig
zusätzliches Einkommen beschert, werden die Kinder dann im Kinderhort untergebracht, eine Putzfrau bezahlt, ein zweites Auto unterhalten,
und Fertigessen gekauft, weil ja die Zeit fehlt den eigenen Haushalt zu versorgen. Gedankenlos fröhnt man diesem Lebensstil,
ohne einmal nachzurechnen wieviel vom zusätzlichen Einkommen unterm Strich denn wirklich übrig bleibt.
Aber auch wenn eine grundlegende Änderung des Lebensstils momentan den Horizont übersteigt, kann man doch bereits im
Kleinen anfangen. Die Weihnachtsplätzchen oder der Kuchen beim Konditor kostet ein vielfaches von den Zutaten die man
benötigt um es selbst zu machen. Sieht man dann noch die Zubereitung als Freizeitbeschäftigung, die auch noch Spaß macht, tut das
nicht nur dem Geldbeutel gut, sondern auch Ihnen selbst.
Gibt es Obst oder Gemüse im Sonderangebot, oder gar fast umsonst aus dem eigenen Garten, sollten Sie es konservieren und dann
das Jahr über verbrauchen. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht ein ganzes oder halbes Wildschwein beim Forstamt oder beim
Jäger zu kaufen? Dort bezahlen Sie für das Kilo Fleisch nur einem Bruchteil des üblichen Fleischpreises beim Metzger, und bekommen
zudem eine Spitzenqualität. Aber, Sie müssen "es" natürlich selbst machen. Das Wild muß zerlegt und in Portionen eingefroren werden.
Trotz allem haben Sie Geld gespart und erhalten hochwertige Nahrungsmittel.
Die Winterreifen am Auto selbst wechseln kostet überhaupt nichts. In der Werkstatt bezahlen Sie dafür 20 Euro. Wenn Sie es
einmal in Ruhe selbst gemacht haben, brauchen Sie dann bei einem Reifenschaden am Straßenrand auch keinen Pannendienst, der wieder
Geld kostet, sondern Sie fahren in 10 Minuten mit einem gewechselten Reifen weiter. Die Beispiele ließen sich endlos
fortführen. Denken Sie um! Machen Sie es selbst, haben Sie den Mut dazu und sparen Sie nebenbei eine Menge Geld.
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